Unsere Leistungen für Sie

Ästhetische Zahnheilkunde

Für uns eine Selbstverständlichkeit. Denn jede Maßnahme beim Zahnarzt soll nicht nur die Zahn- und Kiefergesundheit wiederherstellen, sondern muss auch die berechtigten ästhetischen Ansprüche des Patienten befriedigen. Schließlich sollen Sie nicht das Gefühl einer unnatürlichen Zahnreparatur haben oder gar befürchten, dass Ihre Umwelt auf ein verändertes Äußeres reagiert. Vielmehr geht es uns neben dem Funktionserhalt auch besonders um die Schaffung ästhetischer Verhältnisse. Dies betrifft alle Bereiche im Mund, also auch den oftmals nicht sichtbaren Seitenzahnbereich.

Der Begriff Ästhetik wird heute öfter im Zusammenhang mit zahnfarbenen keramischen Restaurationsmaterialien gebraucht. Hier ergeben sich neue Möglichkeiten der prothetischen Zahnversorgung, die es erlauben, ganz auf Metall als Gerüstwerkstoff für Zahnersatz zu verzichten. Neue, extrem harte Zirkonkeramiken können das Metall gänzlich ersetzen. Die Zeiten dunkler Metallränder an Kronen und Brücken sind damit vorbei. Auch in der Implantologie hält der Werkstoff Keramik Einzug. Hochästhetische Keramik-Implantate und Implantataufbauten finden in unserer Praxis bei entsprechender Eignung Verwendung.

Kinder- und Jugendzahnheilkunde

Hier wird der Grundstein gelegt für ein dauerhaft vertrauensvolles Verhältnis zum Zahnarzt und somit für die langfristige Zahngesundheit. Nach dem Motto „früh übt sich“ möchten wir schon bei den Allerkleinsten anfangen, durch Gesundheitsaufklärung und Mundhygieneinstruktionen vorzusorgen. Denn in der Kindheit Erlerntes und Angewendetes wird später nicht mehr vergessen.

Hier gilt es oftmals durch besonderes Einfühlungsvermögen und kindgerechtes Erklären unberechtigte Ängste abzubauen. Dies gelingt uns durch kindgerechte Behandlungskonzepte und besonders geschulte Mitarbeiter. Damit Ihr Kind den Zahnarztbesuch in guter Erinnerung behält.

Kieferorthopädie

In der Kieferorthopädie geht es um die Behandlung bzw. das Regulieren von Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers. Diese sind am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten und führen bereits im Milch- und Wechselgebiss dazu, dass Zähne nicht den vorgesehenen Platz im Zahnbogen einnehmen können, sondern schief und ohne Bezug zu den Nachbar- oder Gegenzähnen wachsen.

Durch lose Klammern kann man die Position der Zähne verändern und das Wachstum des Kieferknochens günstig beeinflussen. Sobald alle bleibenden Zähne vorhanden sind, kann mithilfe fester Klammern die Anordnung der Zähne weiter oder erstmalig harmonisiert werden. Diese Methode eignet sich auch besonders für die Behandlung von Erwachsenen.

Die Behandlung wird bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr in der Regel von den Krankenkassen bezahlt.

Alterzahnheilkunde

Die Bedürfnisse im Alter sind ganz andere als in der Jugend. Ein anderer Lebensstil, veränderte Gewohnheiten, unter Umständen gesundheitliche Beeinträchtigungen oder eine nachlassende Feinmotorik machen oftmals alternative Behandlungskonzepte notwendig.

Der Körper reagiert ganz anders auf Eingriffe im Mundraum. Zudem muss häufig auf viele Vorerkrankungen und diverse Medikamenteneinnahmen geachtet werden. Diese Umstände machen die Alterzahnheilkunde zu einer eigenständigen Disziplin der Zahnheilkunde.

Präventive Zahnheilkunde

Hier geht es um die Vermeidung von zukünftigen Zahn- und Zahnfleischschäden. Ziel ist es, durch Vorbeugung keine invasive Behandlung (Bohren) durchführen zu müssen. Die wichtigste Maßnahme in dieser Sache ist die professionelle Zahnreinigung (PZR). Hier werden die Ursachen für Karies oder Parodontose, nämlich Bakterienbeläge, professionell entfernt, vor allem auch in Bereichen, die der häuslichen Mundhygiene unzugänglich sind, und zwar im Zahnzwischenraum und unter dem Zahnfleisch.

Diese Stellen werden durch die Zahnbürste nicht erreicht und stellen das größte Gefährdungsrisiko für Karies und Parodontitis dar. Schon nach relativ kurzer Zeit zeigen die Patienten, die sich regelmäßig für eine professionelle Zahnreinigung entscheiden über 90% weniger Karies und 50% geringere Zahnfleischtaschentiefen (sie geben Auskunft über den Entzündungsgrad des Zahnfleisches) als Patienten, die keine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. (Studie von P. Axelsson aus „Ästhetische Zahnmedizin“ von J. Schmidseder 1998)

Parodontologie

Die Parodontologie wird oftmals als die Mutter der Zahnheilkunde bezeichnet. Eine Parodontosebehandlung kann drohenden Zahnverlust abwenden und damit stellt sie die Grundlage jeder weiteren Therapieform dar. Das Parodont oder der Zahnhalteapparat ist nämlich für die Verankerung des Zahnes im Knochen verantwortlich. Es stellt sozusagen das Fundament dar. Zeigt sich eine parodontale Vorschädigung eines Zahnes, machen weitere Therapiemaßnahmen, die sich nicht mit der Behandlung des Zahnhalteapparates beschäftigen, keinen Sinn.

Schließlich würde niemand ein Haus auf unsicherem oder sandigem Grund bauen. Neue Therapieverfahren machen die sonst so gefürchtete Parodontosebehandlung in unserer Praxis zu einer schmerzlosen Routinebehandlung. So verwenden wir modernste Ultraschallsysteme, um eine gründliche und schmerzarme Reinigung der Bereiche unter dem Zahnfleisch zu erzielen. Zur weiteren Schmerzreduzierung können wir auf Wunsch Betäubungs-Gele benutzen, die auf das Zahnfleisch aufgetragen werden. Damit können wir auf die herkömmliche Spritze ganz verzichten.

Kariologie

Hierunter versteht man die Lehre um die Entstehung und Beseitigung der Karies. Wird sie diagnostiziert, so muss der Zahnarzt in den meisten Fällen „bohren“. Karies erweicht die Zahnhartsubstanz unter dem Einfluss von Säuren. Diese werden als Stoffwechselendprodukt von den Bakterien ausgeschieden.

Die Folge ist ein durch Kariessäuren entstehendes Loch in der Zahnhartsubstanz. Um das entstehende Loch wieder zu verschließen oder zu füllen, muss eine Füllung gelegt werden. Dies erfolgt meist durch plastische Füllungsmaterialien, die in den Zahn hineingebracht, chemisch aushärten und damit den Zahn in seiner Funktion wiederherstellen. Ist das Loch zu groß oder werden haltbarere Versorgungen gewünscht, so werden über einen Abdruck Füllungen im Labor gefertigt. Diese bestehen dann zumeist aus Gold oder Keramik.

Endodontie

Unter der Endodontie versteht man die Behandlung des Endodonts oder des Zahnmarks. Gebräuchlicher ist allerdings die Bezeichnung Wurzelbehandlung. Diese Behandlung ist oftmals notwendig, wenn eine Karies so weit fortgeschritten ist, dass sie den Zahnnerv entzündet hat.

In diesem Fall muss der in der Wurzel gelegene Zahnnerv entfernt werden. Mit ihm wird auch das an den Wurzelkanalwänden gelegene bakteriell infizierte Gewebe entfernt. Hierzu kommen die so genannten Nervnadeln zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass mit dem Nerv alle infizierten Gewebeanteile aus der Wurzel restlos entfernt werden können. Im Anschluss an die mechanische Reinigung mit Hilfe der Nervnadeln und mehrmaliger desinfizierende Spülungen wird der Nervraum wieder mit einer Wurzelfüllpaste verschlossen.

Diese Behandlung birgt allerdings auch Risiken, da niemals auszuschließen ist, dass wirklich alle Bakterien durch unser Vorgehen beseitigt werden konnten. Erschwerend kommt hinzu, dass der Wurzelkanal sehr unterschiedlich ausgeformt ist. Er ist keine glatte, starre Röhre. Vielmehr stellt der Wurzelkanal einen sehr komplexen und labyrinthartigen Hohlraum dar, welcher aus einer Vielzahl von Ausbuchtungen und feinsten Seitenkanälchen besteht. Um den Misserfolg stark zu begrenzen, kommen in unserer Praxis spezielle Aufbereitungsinstrumente zum Einsatz. So sorgen hoch flexible Nickel-Titan-Feilen zum Beispiel dafür, dass auch schwierige Bereiche innerhalb von starken Kanalkrümmungen effektiv gereinigt werden können. Zudem erfolgt die Reinigung maschinell mit einem festgelegten Drehmoment, so dass Feilenbrüche vermieden werden können.

Ein wichtiges Erfolgskriterium für die Wurzelbehandlung ist die Reinigung bis zur Wurzelspitze. Nur dann kann fast ausgeschlossen werden, dass entzündliches Gewebe oder Bakterien zurückgeblieben sind. Um dieses Ziel zu erreichen, bedienen wir uns der so genannten Endometrie. Sie gibt uns neben der Anfertigung von Röntgenbildern darüber Auskunft, wann das Wurzelkanalende erreicht ist. Reicht die Wurzelfüllung nicht bis in die Nähe der Wurzelspitze oder werden mit der instrumentellen Reinigung gar Bakterien über das Wurzelende in den Knochen verbracht, so würde sich das nachteilig auf den langfristigen Erfolg unserer Behandlung auswirken. Die Endometrie zeigt uns durch eine elektrische Widerstandmessung das Wurzelkanalende genau an und macht oftmals sogar das Anfertigen von Röntgenbildern überflüssig.

Festsitzender Zahnersatz

Hierzu zählen vor allem Teilkronen, Kronen und Brücken. Die Behandlung durch die Herstellung von Zahnersatz ist immer dann notwendig, wenn der Zahn soweit zerstört ist, dass über eine Füllung keine ausreichende Stabilität erreicht werden kann oder eine Lückensituation vorliegt. Bei Teilkronen ist die Zerstörung des Zahnes noch nicht so gravierend. Lediglich der obere Anteil der Zahnkrone wird überkront, daher Teikrone. Ist der Defekt größer, so muss der komplette Zahn überkront werden.

Eine oder mehrere Lücken machen eine Brückenversorgung sinnvoll. Hierzu müssen die an die Lücken angrenzenden Zähne beschliffen werden. Sie dienen als Brückenanker und tragen den Zahnersatz. Brücken stellen wieder eine durchgehende Zahnreihe her. Sie vermeiden, dass sich die angrenzenden Zähne verschieben oder lockern. Zudem steigern sie erheblich den Kaukomfort. Weiterhin vermeiden sie eine Überbelastung der Nachbarzähne, da die Kaukraft wieder gleichmäßiger verteilt wird. Existiert eine Lückensituation, die Nachbarzähne sind aber kariesfrei oder haben nur kleine Füllungen, so müssen für die Brückenversorgung diese Zähne beschliffen werden, d.h. es wird gesunde Zahnsubstanz abgetragen.

In diesen Fällen kann ein Implantat eine sinnvolle Alternative sein. Das Implantat wird im Knochen verankert. Nach erfolgreicher Einheilung kann auf das im Knochen sitzende Implantat eine Krone aufgesetzt werden, ohne dass die Nachbarzähne beschliffen werden müssen. Das Implantat trägt auch dazu bei, dass sich der Knochen in diesem Gebiet nicht mehr abbaut. Die Knochenatrophie(Abbau) ist ein physiologischer Prozess, wenn keine Kraft mehr über einen gesunden Zahn in den Kiefer eingeleitet wird. Eine weitere typische Implantatindikation ist die Freiendsituation. In diesem Fall fehlen die Backenzähne. Es gibt also keinen hinteren Backenzahn, um eine Brücke abzustützen.

Wir verwenden mehrere Implantatsysteme in unserer Praxis, um alle Behandlungsfälle optimal zu versorgen. Die Implantologie ist heutzutage eine sichere Therapie, die in den Händen eines erfahrenen Implantologen nur sehr geringe Risiken birgt. Der Erfolg für eine komplikationslose Einheilung liegt statistisch gesehen bei 97%. Daher ist die Implantologie ein etabliertes Therapieverfahren, welches einzigartige Möglichkeiten der oralen Rehabilitation ermöglicht und aus der modernen Zahnheilkunde nicht mehr wegzudenken ist.

Herausnehmbarer Zahnersatz

Dieser bietet sich immer dann an, wenn mehrere Zähne fehlen oder die langfristige Erhaltungswürdigkeit der Zähne fraglich ist, da herausnehmbarer Zahnersatz leicht repariert oder erweitert werden kann.

Der einfachste Prothesentyp ist die Klammer- oder Modellgussprothese. Beim Tragekomfort und bei der Ästhetik sind allerdings Abstriche zu machen, da die Prothese nur punktuell an den Zahnflächen befestigt ist und die Klammerarme manchmal sichtbar sind.

Eine sehr hochwertige Form des herausnehmbaren Zahnersatzes ist die Teleskopprothese. Das Teleskopprinzip lässt sich am einfachsten verstehen, wenn man sich zwei umgedrehte in einander gesteckte Plastikbecher vorstellt. Die Teleskopzähne werden mit einer zylindrischen Krone versehen. Auf diese wird die Prothese aufgesetzt, derart, dass der metallische Hohlraum in der Prothese perfekt auf die Teleskopkrone im Mund passt. Dieses Doppelkronenprinzip sorgt für eine sehr stabile Verankerung. Daneben können zu einem späteren Zeitpunkt gezogene Zähne in der Prothese ersetzt werden, ohne dass der Zahnersatz neu angefertigt werden muss. Also eine sehr langfristige und preiswerte Alternative, da eine Neuanfertigung von Zahnersatz bei einer Verschlechterung der Gebisssituation entfällt.

Implantatchirurgie

Die Implantate – künstliche Zahnwurzeln – gelten als elegante Möglichkeit, fehlende Zähne sowohl medizinisch als auch kosmetisch perfekt zu ersetzen, denn sie sind im Knochen fest verankert und äußerst stabil.

In der Regel bestehen sie aus einem zylinderförmigen Stift oder einer Schraube aus Titan – ein Material, das in der Chirurgie schon lange und mit gutem Erfolg genutzt wird. Es besteht sogar die Möglichkeit, einen zahnlosen Kiefer durch Implantate mit festsitzendem Zahnersatz zu versorgen. Doch nicht alle Patienten sind ohne Weiteres für eine Implantatversorgung geeignet.

Zuerst muss ermittelt werden, ob das Knochenangebot eine Implantation zulässt. Hier ist die Restknochenhöhe und Knochenbreite entscheidend, denn das Implantat muss ausreichend im Knochen verankert sein, ohne das wichtige Strukturen in der Nachbarschaft, wie z.B. Nerven oder die Kieferhöhle verletzt werden. Sollte nicht genügend Knochen für eine sofortige Implantation zur Verfügung stehen, so kann ein Knochenaufbau erfolgen. Dieser kann fehlenden Knochen auf ganz unterschiedliche Weise ergänzen. So gibt es eine Vielzahl von Knochenersatzmaterialien, die geeignet sind, eigenes Knochenwachstum zu stimulieren. Das Ersatzmaterial dient dabei als Platzhalter und Leitschiene für ein gerichtetes Knochenwachstum in defizitäre Knochenregionen. Das Ersatzmaterial wird letztendlich vollständig vom Knochen resorbiert und ersetzt. Um diesen Prozess zu beschleunigen wird das Ersatzmaterial vor allem bei größeren Knochendefiziten in den meisten Fällen mit eigenem Knochen vermischt. Dieser wird aus Nachbarregionen im Kieferwinkel oder im Kinnbereich in kleinen Mengen entnommen.

Implantate und die dazugehörige Implantatkrone sind allerdings nicht innerhalb kürzester Zeit realisierbar. Zuerst erfolgt das Einbringen des Implantates in den Knochen. Damit es zu einer stabilen Verankerung bzw. zu einem unmittelbaren Heranwachsen des Knochens an die Implantatoberfläche kommt, muss eine Einheilphase abgewartet werden. Diese dauert je nach Knochenqualität zwischen sechs Wochen und sechs Monaten. Erst dann kann die dazugehörige Suprakonstruktion ( Krone, Brücke, Prothese) angefertigt werden.

Implantatplanung

Neben dem klassischen Röntgenbild kann die sogenannte dentale Volumentomographie (DVT) besonders aussagekräftig darüber Auskunft geben, welche anatomischen Strukturen im Implantationsgebiet vorliegen.

Durch diese sehr strahlungsarme Röntgentechnik lassen sich dreidimensionale Bilder der gesamten Kopfregion erzeugen. Diese Technik versetzt den Behandler in die Lage, Entzündungsprozesse zu erkennen, schützenswerte anatomische Strukturen wie Nerven oder die Kieferhöhle dreidimensional zu erfassen und letztendlich die optimale Implantatposition im Kieferknochen festzusetzen.

Mit Hilfe von moderner Planungssoftware können diese Informationen auf Bohrschablonen übertragen werden. Dabei geben individualisierte Bohrhülsen die Bohrtiefe und die Bohrrichtung in die zuvor festgesetzte optimale Knochenregion vor.

Weitere Informationen

Operative Weisheitszahnentfernung

Weisheitszähne sind die dritten Molaren (Backenzähne). Die meisten Menschen besitzen sie. Doch bei den wenigsten befinden sie sich innerhalb der Zahnreihe bzw. auf Höhe der Kauebene. Der Kiefer des modernen Menschen bietet oftmals gar keinen Platz für ein regelgerechtes Einstellen dieser Zähne. In vielen Fällen sind derartige Zähne aufgrund des Platzmangels vollständig im Knochen versteckt oder befinden sich nur zu einem Teil innerhalb der Mundhöhle.

Ob vollständig im Knochen verlagert oder teilretiniert, solche Zähne schädigen die zweiten Backenzähne, üben Druck auf die gesamte Zahnreihe aus, was zu Stellungsänderungen von Frontzähnen führen kann und stellen einen latenten Entzündungsherd dar, der das Entstehen großen Zysten und Vereiterungen begünstigen kann. Daher ist die operative Entfernung auch aus prophylaktischen Gründen oftmals anzuraten.

Wurzelspitzenresektion / Zystenentfernung

Die Wurzelspitzenresektion (WSR) ist eine operative Maßnahme zum Erhalt eines Zahnes und findet immer im Zusammenhang mit einer Wurzelbehandlung statt. Mit ihr wird eine Entzündung oder Zyste im Bereich der Wurzelspitze entfernt. Dabei wird neben der Entzündung im Knochen auch die Spitze der Zahnwurzel entfernt (resiziert), da sich hier viele sehr feine Nervkanälchen befinden. Diese beherbergen resistente Bakterien, die durch eine klassische Wurzelbehandlung oftmals nicht erreicht bzw. wirksam abgetötet werden können. Diese Bakterien begünstigen auch die Entstehung von Kieferzysten, welche durch ihr stetiges Wachstum den umliegenden Knochen resorbieren und angrenzende Strukturen verdrängen können.

Parodontalchirurgie

Die Parodontose oder Parodontitis führt zu einem Abbau des Zahnhalteapparates. Dieser lässt sich im Röntgenbild durch ein geringes Knochenniveau erkennen, d.h. die Wurzel ist nicht vollständig mit Knochen bedeckt. Doch auch im Mund lässt sich die Parodontose leicht diagnostizieren.

Wichtigstes Hilfsmittel hierfür ist die Parodontalsonde. Sie wird unter das Zahnfleisch geführt und misst die so genannte Taschentiefe, also den Abstand vom Zahnfleischrand bis zum Taschenboden, welcher im entzündeten Zustand pathologisch vertieft ist. Ein weiteres wichtiges Entzündungszeichen ist das Bluten auf Sondieren. Diese Befunde alleine machen noch keinen chirurgischen Eingriff notwendig.

Oftmals ist die konventionelle nichtchirurgische Reinigung der Wurzeloberfläche vollkommen ausreichend. Mit ihr wird die Entzündungsursache, nämlich bakterielle Beläge auf der Wurzeloberfläche, wirkungsvoll beseitigt. Sie stößt jedoch immer dann an ihre Grenzen, wenn sehr tiefe Taschen vorliegen. In diesem Fall sind große Bereiche der Wurzeloberfläche nicht mit Knochen bedeckt. Mit der konventionellen Reinigung führen wir unsere Ultraschallinstrumente in die Zahnfleischtasche ein und suchen den Kontakt zur Wurzeloberfläche, die es zu bearbeiten bzw. säubern gilt. Damit haben wir allerdings keine unmittelbare Sicht auf unsere Arbeitfläche, nämlich die Zahnwurzel und mit ihr auf die Bereiche der Wurzelfläche die besonders stark verschmutzt sind.

Der Erfolg unserer Behandlung wird daher desto unsicherer, je tiefer die Taschen und damit unvorhersehbarer die Wurzelmorphologie und Belagsituation in der Tiefe ist. In diesen Fällen kann eine chirurgische Parodontosebehandlung sinnvoll sein. Hierzu wird das Zahnfleisch abgeklappt, so dass der Zahnarzt eine direkte Sicht auf die Knochensituation und die Wurzeloberfläche hat. Die Reinigung kann also besonders gründlich erfolgen. Zudem eröffnet sich die Möglichkeit regenerative Therapien anzuwenden. So verwenden wir in unserer Praxis nicht nur Ersatzmaterialien, die Knochendefekte auffüllen und dem Zahn mehr statische Stabilität verschaffen, sondern es ist neuerdings auch möglich durch stimulierende Substanzen den Zahnhalteapparat mit allen natürlichen Geweben zu regenerieren.

Mukogingivalchirurgie

Die Mukogingivalchirurgie betrifft die Chirurgie der dem Knochen fest aufliegenden Gingiva (oberste 3-4 mm des Zahnfleisches) und der die Mundhöhle auskleidenden Schleimhaut mit ihren Bändern (Mukosa).

Zu diesem Gebiet gehört vor allem die Behandlung von ästhetisch störenden freiliegenden Zahnhälsen (Gingivarezessionen). Diese sind zudem oft sehr temperaturempfindlich. Hier haben wir die Möglichkeit durch das koronale Verschieben von Zahnfleisch die Rezession zu decken. Dies geschieht oftmals in Kombination mit einem freien Bindegewebstransplantat aus dem Gaumen. Dies ermöglicht die Schaffung gesunder Zahnfleischverhältnisse und damit eine der Form und Funktion nach nahezu vollständige Wiederherstellung bzw. Abdeckung ehemals freiliegender Wurzelbereiche.

Neben der Parodontose sind hoch ansetzende Lippenbändchen oftmals verantwortlich für einen Zahnfleischrückgang einzelner Zähne. In diesem Fall durchtrennen wir das Bändchen und nähen es an tiefere Stelle wieder an, so dass der Zug auf das Zahnfleisch wegfällt. In diesem Zusammenhang kann es auch sinnvoll sein die befestigte Gingiva chirurgisch zu verbreitern, um den Zug der beweglichen Mukosa, der oftmals den Zahnfleischrückgang begünstigt, zu verringern.